DBG verdoppelt Preisgeld für Master-Arbeiten
Weil unsere Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) so stolz auf ihre Mitglieder ist, die dieses Jahr mit dem Nobel Preis ausgezeichnet werden, verdoppelt sie die Preisgelder für ausgezeichnete pflanzenwissenschaftliche Master-Arbeiten auf je 200 Euro. Damit möchte sie die besten Abschlussarbeiten der Forschenden im frühen Karrierestadium (in English: early career researcher, ECR) besonders würdigen. Die Algenforscher Professor Peter Hegemann (HU Berlin) und Professor Georg Nagel (Uni Würzburg) ebneten mit ihrer Grundlagenforschung an den sogenannten Kanalrhodopsinen den Weg für eine neue Forschungsdisziplin, die Optogenetik (siehe: Nobelpreise für zwei Mitglieder und Entdecker der Kanalrhodopsine). Sie entwickelten ihre Erkenntnisse über die durch Licht steuerbaren Ionenkanäle zusammen mit dem dritten Nobelpreisträger 2026, Professor Karl Deisseroth (Stanford University), weiter, da die beiden bereits Anfang des Jahrhunderts das Anwendungspotenzial der Rhodopsine erkannt hatten. Nun können die lichtsteuerbaren Rhodopsine beispielsweise in die Membranen von Nervenzellen „eingebaut“ werden, um Nerven- und Hirnzellen von außen gezielt an- und auszuschalten, wie mit einem Lichtschalter. Auch die Pflanzenforschung nutzt diese Optogenetik zur berührungslosen Steuerung elektrischer Reize, die punktgenau und mit variierbarer Frequenz und Amplitude eingesetzt werden können (siehe: So profitiert die Pflanzenforschung von der mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Optogenetik). Etablierte Forschende haben dieses Jahr also doppelten Grund, preiswürdige Master-Arbeiten aus ihrer Forschungsdisziplin den jeweils zuständigen Kontaktpersonen ihrer Hochschulen zur Nominierung zu nennen.