Universitäten und wissenschaftliche Fachgesellschaften haben dieselben Ziele
Professor Dr. Andreas Weber hieß die Teilnehmende willkommen und verlieh seinem Wunsch Ausdruck, nicht-kommerzielle wissenschaftliche Tagungen wie die unsere erschwinglich zu halten, um den Herausforderungen gerecht zu werden, die der Konferenz ihren Titel gaben "From industrial past to a green future". Foto: Minou Nowrousian
In seiner Eröffnungsrede der Botanik-Tagung, International Conference of the German Society for Plant Sciences (DBG), machte unser Präsident, Professor Andreas Weber, die Teilnehmenden mit dem Ruhrgebiet und dessen traditionellen Werten vertraut – wie zum Beispiel Fleiß, Solidarität, Offenheit und Toleranz, um nur einige zu nennen – sowie mit der für die Region typischen direkten Ausdrucksweise: Kritik und Lob werden unverblümt, offen und ohne Umschweife geäußert. Vor diesem Hintergrund erinnerte Weber als Präsident einer der ältesten botanischen Fachgesellschaften der Welt daran, dass wissenschaftliche Tagungen wie die unsere für die wissenschaftliche Gemeinschaft wichtig sind, um Ideen auszutauschen, akademische Netzwerke zu knüpfen, neue Kooperationen anzustoßen und insbesondere die Karrieren von Nachwuchswissenschaftlern (ECRs) wie Doktoranden und Postdocs zu fördern. Daher sei es entscheidend, dass diese Tagungen erschwinglich bleiben, insbesondere für Forschende, die am Anfang ihrer akademischen Laufbahn stehen. Er wies darauf hin, dass Tagungen wie unsere zweijährige Konferenz nichtkommerziell sind – organisiert von der Wissenschaft und für die wissenschaftliche Gemeinschaft – obwohl ihre Durchführungen in den letzten Jahren zunehmend bürokratischer und teurer geworden sind. Universitäten und wissenschaftliche Gesellschaften sind jedoch Teile desselben akademischen Ökosystems und sollten Konferenzen mit möglichst minimalen Teilnahmegebühren ermöglichen vor allem für ECRs und Wissenschaftler*innen aus weniger gut finanzierten Einrichtungen. Auch um die Herausforderungen auf dem Weg zu einer grüneren und nachhaltigeren Zukunft zu bewältigen, die unserer Konferenz ihren Titel gibt "From Industrial Past to Green Future".